Schulferien planen ohne Stress
Veröffentlicht am 12. Januar 2026 · Geprüft am 12. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit
Schulferien plant ihr ohne Stress, wenn ihr zu Jahresbeginn alle Ferienwochen in einen Kalender eintragt und jeder Woche eine Lösung zuweist: gemeinsamer Urlaub, getrennt genommene Urlaubstage, Großeltern, Ferienprogramm oder Tausch mit einer anderen Familie. Wer im Januar anfängt, kann den Urlaub rechtzeitig abstimmen, die Großeltern fragen, bevor sie verplant sind, und Ferienprogramme anmelden, solange es Plätze gibt.
Die Rechnung, die nicht aufgeht
Die Länder in Deutschland haben je Schuljahr 75 Werktage Ferien vereinbart, zwölf Samstage mitgezählt (Kultusministerkonferenz). Ohne die Samstage bleiben 63 Tage, an denen sonst Schule wäre, mehr als zwölf Wochen (eigene Rechnung). So viele Urlaubstage hat kaum jemand. Selbst zwei Eltern, die nie gleichzeitig frei nehmen, kommen damit selten durch alle Ferienwochen, und einen gemeinsamen freien Tag haben sie dann nicht. Dazu kommt: Nicht jeder Urlaubstag lässt sich frei legen.
Wie groß die Lücke bei euch ist und was in Österreich und der Schweiz gilt, rechnet der Ratgeber Ferienbetreuung planen vor.
Welche Ferien übers Jahr anstehen
Je nach Land und Region verteilen sich die Ferien auf diese Blöcke:
- Herbstferien
- Weihnachtsferien
- Winter-, Semester- oder Sportferien
- Osterferien
- Pfingstferien
- Sommerferien
Dazu kommen einzelne schulfreie Tage und Brückentage. Die amtlichen Termine findet ihr hier:
- Deutschland: Die Kultusministerkonferenz verlinkt die Ferientermine aller 16 Länder (KMK).
- Österreich: Das Bildungsministerium veröffentlicht die Termine je Schuljahr (Ferientermine 2026/27).
- Schweiz: Die EDK führt die Ferienlisten der Kantone (EDK).
Früh planen: Was zuerst vergeben ist
Die Ferienplanung beginnt am besten Anfang des Jahres, wenn die Termine feststehen und im Betrieb nach Urlaubswünschen gefragt wird.
- Urlaub buchen. Beliebte Ferienwohnungen sind in den Ferienwochen früh weg.
- Großeltern fragen. Oma und Opa planen ihr Jahr auch. Je früher ihr fragt, desto eher klappt es.
- Ferienangebote sichern. Ferienlager, Sportkurse und Workshops sind oft schnell ausgebucht.
- Übersicht behalten. Alle Ferien, Urlaube und Betreuungen stehen in einem Kalender.
Ferienplanung in fünf Schritten
| Wann | Schritt | Was ihr tut |
|---|---|---|
| Januar | Übersicht erstellen | Alle Ferienwochen und schulfreien Tage des Jahres im Kalender markieren |
| Februar | Urlaub aufteilen | Miteinander abstimmen, wer wann frei nimmt, und den Urlaub beantragen |
| März | Unterstützung anfragen | Großeltern, Freunde und Nachbarn für feste Wochen oder Tage fragen |
| April | Ferienprogramme buchen | Camps, Kurse und Workshops anmelden, Anmeldefristen notieren |
| Laufend | Lücken füllen | Für jeden offenen Tag eine Lösung suchen und ein Datum setzen, bis wann sie steht |
Am Ende hat jede Ferienwoche einen Eintrag: wer betreut oder welches Angebot läuft.
Ferien-Tausch mit anderen Familien
Sprecht euch mit anderen Eltern ab: Diese Woche nehmt ihr deren Kinder mit ins Freibad, nächste Woche nehmen sie eure. Für die Kinder werden daraus Spieltage, für die Eltern Arbeitstage. Damit der Tausch hält, legt ihr vorher fest:
- wer an welchem Tag zuständig ist, mit Uhrzeiten für Bringen und Abholen
- was die Kinder mitbringen: Badesachen, Verpflegung, Wechselkleidung
- wer einspringt, wenn ein Elternteil oder ein Kind krank wird
Ferienprogramme: Was es gibt
Viele Städte, Vereine und Organisationen bieten Ferienprogramme an:
- städtische Ferienspiele
- Vereinscamps, etwa Fußball, Tennis oder Reiten
- Kreativ-Workshops für Malen, Musik oder Theater
- Naturerlebnis-Programme
- Zirkus- und Akrobatikwochen
- Sprachcamps
Fragt früh nach Anmeldebeginn, Kosten und Betreuungszeiten und prüft, ob die Uhrzeiten zu eurer Arbeit passen. Ferien sind dabei mehr als ein Betreuungsproblem: Kinder probieren Neues aus, und ein Ferienlager wird nicht selten zum Höhepunkt des Jahres.
Schulferien im Familienplaner
- Ferien einblenden: In den Einstellungen wählt ihr Land und Bundesland oder Kanton und schaltet die Schulferien ein. Der Kalender zeigt sie für Deutschland, Österreich und die Schweiz. In der Schweiz steht dort der Stand des Kantons, eure Schule kann abweichen.
- Wochen zuweisen: Jede Ferienwoche bekommt einen Termin, etwa „Ferienwoche 2: Oma und Opa“, in der Farbe der Person, die betreut.
- Fristen als Aufgaben: „Feriencamp anmelden“ oder „Urlaub beantragen“ legt ihr als Aufgabe mit Datum und zuständiger Person an.
- Post vom Ferienprogramm: Infomails von Schule, Hort oder Verein schickt ihr an die Weiterleitungs-Adresse eurer Familie. Die erkannten Termine stehen kurz darauf im Kalender; was nicht passt, entfernt ihr im Posteingang.
Eingeblendet werden die Ferien einer Region. Gehen Kinder in einem anderen Bundesland zur Schule, etwa in einer Patchwork-Familie, tragt ihr deren Ferien als eigene Termine ein. Großeltern holt ihr per Einladungslink dazu, oder sie lesen über ein Kalender-Abo auf dem eigenen Handy mit.
Häufige Fragen
Wann sollte man mit der Ferienplanung beginnen?
Zu Jahresbeginn, sobald die Ferientermine eures Bundeslands oder Kantons feststehen und im Betrieb die Urlaubswünsche abgefragt werden. Wer erst kurz vor den Sommerferien sucht, findet bei beliebten Ferienprogrammen oft keinen Platz mehr.
Wo stehen die verbindlichen Ferientermine?
Für Deutschland verlinkt die Kultusministerkonferenz die Termine aller Länder, für Österreich veröffentlicht sie das Bildungsministerium je Schuljahr, für die Schweiz führt die EDK die Listen der Kantone. Einzelne schulfreie Tage erfahrt ihr von eurer Schule.
Was tun, wenn der Urlaub nicht für alle Ferienwochen reicht?
Die Wochen auf mehrere Schultern verteilen: getrennt genommener Urlaub der Eltern, Großeltern, Ferienprogramme und ein Tausch mit befreundeten Familien. Offene Wochen bekommen ein Datum, bis zu dem ihr sie geklärt habt.
Wie funktioniert ein Ferientausch mit anderen Eltern?
Zwei oder drei Familien übernehmen reihum einzelne Tage oder eine ganze Woche für alle Kinder. Schreibt den Plan auf und gebt ihn allen beteiligten Eltern, damit niemand am Montagmorgen nachfragen muss.